Ich bin zu klein! … 3 Tipps um stĂ€rker zu klettern, wenn du klein bist

Size matters!…Oder kommt es doch mehr auf die Technik an? 😉
In anderen Bereichen muss das denke ich jeder fĂŒr sich entscheiden
 In diesem Artikel geht es um das Thema KörpergrĂ¶ĂŸe beim Klettern beziehungsweise wie du stĂ€rker kletterst, wenn du klein bist.

Achtung Triggerwarnung 😉 Ich bin ein sehr direkter Mensch und manchen Menschen trete ich damit auf die FĂŒĂŸen, wĂ€hrend andere die direkte Art zu schĂ€tzen wissen. Es könnte sein, dass dir die Dinge, die ich zu schreiben habe nicht so ganz gefallen oder nicht das sind, was du dir erwartest. Ich wĂŒrde mich freuen, wenn du diesen Artikel mit einer offenen Haltung liest und einfach etwas wirken lĂ€sst, bevor du dir denkst: was fĂŒr eine bescheuerte Kuh 😉
Ich kenne den Frust, der als kleinerer Kletterer manchmal aufkommt nur zu gut. Dennoch wird es in diesem Artikel nicht darum gehen, dich in diesem Frust zu bestÀtigen, sondern um die Dinge, die meiner Meinung nach wirklich wichtig sind damit du besser kletterst. Und es kann sein, dass das nicht die Tipss sind, die du dir erhoffst.

Kurz mal vorweg zur allgemeinen GrĂ¶ĂŸendiskussion

NatĂŒrlich spielt die KörpergrĂ¶ĂŸe beim Klettern eine Rolle.
Aber eben nicht nur in die eine Richtung!
Leider hört man oft genug den Satz „ich bin zu klein“. Und ich gebe zu, auch ich habe den am Anfang selbst gesagt. Und das obwohl ich mit 1,67 wirklich nicht klein bin und noch dazu einen bomben Apeindex habe. Aber ich war eben kleiner als die Typen, mit denen ich damals klettern ging und so kam es mir oft „ungerecht“ vor, dass die einfach irgendwo hochgreifen konnten und ich keine Ahnung hatte wie ich da an den Griff kommen soll.
Da ich in der glĂŒcklichen Lage bin heute einige Schritte weiter zu sein als damals, möchte ich dir in diesem Artikel ein paar Tipps dazu geben, worauf es meiner Meinung nach ankommt um als kleinerer Mensch stĂ€rker zu klettern.

Fangen wir mit dem allerwichtigsten Schritt an:

1) Ändere dein Mindset

Die wichtigste Erkenntnis, die ich dir mitgeben kann wenn es um deine GrĂ¶ĂŸe beim Klettern geht ist:
DU ENTSCHEIDEST OB DEINE GRÖßE DICH LIMITIERT.
Es ist zu 100% Entscheidungssache
.
Du hast immer die Wahl zwischen zwei Dingen:
Entscheidest du, dass du dich davon unterkriegen lĂ€sst, dass vielleicht manche ZĂŒge nicht so funktionieren wie bei Kletterpartnern, oder eben einfach schwerer sind
 und entscheidest du in dem Moment, dass es deshalb nicht klappt oder du etwas wegen deiner GrĂ¶ĂŸe nicht kannst?
Oder entscheidest du, deine GrĂ¶ĂŸe und deine körperlichen Voraussetzungen zu akzeptieren und aus ihnen das Beste zu machen und nach anderen Lösungen zu suchen.
Bei der einen Variante nimmst du deine GrĂ¶ĂŸe als Ausrede und gehst in Resignation, bei der anderen bleibst du lösungsorientiert und siehst nach vorn.

Klar, es ist manchmal fies zu sehen wie sich jemand grĂ¶ĂŸeres mit langen Armen so leicht tut in manchen ZĂŒgen
 Aber hey, lange Beine, langer Rumpf und dickere Finder haben auch Nachteile
 Und es bringt einfach nichts auf den körperlichen Begebenheiten rumzureiten, denn du wirst sie nicht Ă€ndern.
Das einzige was du tust, wenn du deine GrĂ¶ĂŸe als Ausrede vorschiebst ist, dir einen negativen Glaubenssatz anzueignen, nĂ€mlich „ich kann das nicht, weil ich zu klein bin“.
Und das ist schlichtweg nicht wahr.

Kleine, stark kletternde Rolemodels:

Lynn Hill in der SchlĂŒssellĂ€nge von "The Nose". Stark klettern als kleiner Mensch in PerfektionLynn Hill, die erste Person ĂŒberhaupt, die „The Nose“ frei geklettert ist, ist 1,57m, (Und kurze Anekdote dazu, die SchlĂŒsselseillĂ€nge schĂ€tzte sie sogar leichter ein, als viele MĂ€nner nach ihr, weil sie perfekt in die Verschneidung gepasst hat, wĂ€hrend die meisten MĂ€nner diese Lösung so nicht klettern können, oder sie eben schwerer fĂŒr sie ist)
Oder nehmen wir Angi Eiter, die erste Frau, die 9b geklettert ist. Sie ist gerade mal 1,54m. Und auch ich kenne einige wirklich kleine Frauen, die echt schwer klettern.

AlIe sind Beweis genug, dass die KörpergrĂ¶ĂŸe kein limtierender Faktor ist. (Ich will garnicht anfangen von Paraclimbern… auch hier gibt es diverse Beispiele, wie mit schweren körperlichen BeeintrĂ€chtigungen geniale Leistungen erbracht werden… aber bleiben wir bei der GrĂ¶ĂŸe.)
Keine von ihnen hat sich von ihrer GrĂ¶ĂŸe abhalten lassen.

Das Ding ist, wenn du in deinem Kopf die Überzeugung entwickelt hast, dass deine GrĂ¶ĂŸe verhindert, dass du schwerer kletterst, oder bestimmte Stellen in einer Tour oder einem Boulder klettern kannst, dann kannst du sicher sein, dass das auch so ist.

Unsere Gedanken bestimmen am Ende unsere RealitÀt.

Wenn du also daran glaubst, dass du Dinge nicht klettern kannst, weil du klein bist, dann wird es auch so sein, da dein Mindset nicht darauf gepolt ist Lösungen zu finden, sondern darauf Beweise zu finden, dass mal wieder deine GrĂ¶ĂŸe verhindert, dass du eine Tour schaffst.
Deshalb: so lange du an diesem Glauben festhalten willst und diese Überzeugung beibehalten, so lange wird sie fĂŒr dich auch wahr sein und sie wird deine Leistung begrenzen und dir gleichzeitig als Ausrede dienen.

Gleiches gilt fĂŒr den Glaubenssatz „FĂŒr mich ist alles schwerer, weil ich zu klein bin“.
Mir ist klar, dass jemand mit geringerer Armspannweite manche ZĂŒge einfach nicht aufspannen kann. Dass eine kleine Person manche ZĂŒge nicht so ausfĂŒhren kann wie ein große Person, manche Griffe von den gleichen Tritten nicht erreichen kann und auch, dass manche Stellen einfach schwieriger zu lösen sind, als fĂŒr jemanden der grĂ¶ĂŸer ist. Und ich weiß auch, dass das gefĂŒhlt hĂ€ufiger vorkommt als andersherum. Außerdem hab auch ich schon oft geflucht, wenn der Bohhaken wieder 30cm zu hoch gesetzt war um vom guten Absatz clippen zu können… Aber:

Auch große Kletterer haben Schwierigkeiten…

Was aber oft ĂŒbersehen wird, oder vielen nicht wirklich bewusst ist, sind die Schwierigkeiten mit denen sich grĂ¶ĂŸere & schwerere Kletterer rumplagen.  Die Diskussion, oder allgemeine Annahme ist oft, dass eine geringere GrĂ¶ĂŸe klettern erschwert.
Aber auch eine große Person kann manche ZĂŒge nicht so ausfĂŒhren wie eine kleine Person.
Auch grĂ¶ĂŸere Menschen haben Schwierigkeiten beim Klettern. Nur eben andere.
Ein großer Mensch kann mit manchen Griffen oder Tritten nichts anfangen, weil sie in einer vollkommen falschen Körperposition resultieren wĂŒrden.
GrĂ¶ĂŸere Menschen haben meist auch grĂ¶ĂŸere Finger, wodurch kleine Griffe fĂŒr sie noch kleiner sind, weil weniger Finger drauf passen. Je grĂ¶ĂŸer jemand ist, umso schwerer ist er/sie meist auch. Das heißt man muss mehr Gewicht die Wand hoch tragen, die Schuhe biegen sich stĂ€rker durch & sind grĂ¶ĂŸer und die Tritte damit kleiner und schlechter…

Man braucht mehr Körperspannung im Überhang, um ĂŒber die gesamte KörperlĂ€nge FĂŒĂŸe und HĂ€nde an der Wand zu halten und sehr hohes anstehen, oder Griffe und Tritte die nah zusammen sind sorgen dafĂŒr, dass der Po so weit aus der Wand rausragt, dass man sich garnicht mehr bewegen kann…
Das sind nur einige Schwierigkeiten, mit denen grĂ¶ĂŸere Menschen beim Klettern konfrontiert sind.
Das wichtigste ist meiner Meinung nach zu erkennen: JEDER hat, ganz individuell entsprechend des eigenen Körperbaus, andere Schwierigkeiten beim Klettern.

Weg vom Vergleichen

Überhaupt entsteht diese Frustration darĂŒber, dass du eine Stelle nicht so klettern kannst wie jemand anders ja nur aus dem Vergleich deiner selbst mit der anderen Person.
Wie auch im restlichen Leben ist Vergleich eine der grĂ¶ĂŸten Quellen von Leid. Wir sind sehr darauf getrimmt uns mit anderen zu vergleichen, aber genau das ist das Problem an der Sache… wir sind alle unterschiedlich!
Und genau so sollten wir auch an eine Klettertour herangehen.
WofĂŒr kletterst du? DafĂŒr eine Stelle genau so zu klettern wie jemand anders? Oder dafĂŒr dich und deinen Körper zu spĂŒren, deine Grenzen auszutesten, dich fit und gesund zu fĂŒhlen …und und und?
Wenn du mehr ZĂŒge in der Tour machen musst, ja so what… dann ist das eben eine andere Tour fĂŒr dich, als fĂŒr den Kletterpartner.

Die große Crux hierbei ist wahrscheinlich auch der Grad/Leistungsgedanke… Aber nur weil auf dem Papier eine Zahl steht heißt das nicht, dass diese Tour sich fĂŒr jeden gleich schwer anfĂŒhlt. Trau dich und gib deine eigenen Grad. Wenn du in manche Positionen nicht rein passt und viel schwerere Lösungen klettern musst… ja wer sagt denn, dass du der Tour nicht einen perönlichen Schwierigkeitsgrad geben darfst?

Deshalb nochmal!

Der erste und wichtigste Tipp, den ich dir geben kann, wie du stÀrker kletterst wenn du klein bist:
Ändere dein Mindset. Nimm deine KörpergrĂ¶ĂŸe nicht mehr als Ausflucht, Ausrede oder irgendwas.
Klar, manche ZĂŒge sind schwerer, wenn man kleiner ist. Aber das heißt noch lange nicht, dass du deshalb die Stelle nicht klettern kannst.
Vielleicht hilft es dir ja von den oben genannten starken Ladies ein paar Videos auf Youtube anzuschauen um dich davon zu ĂŒberzeugen, dass GrĂ¶ĂŸe nicht alles ist 😉
Jedes mal, wenn du das merkst hast die wieder neu die Möglichkeit dich zu entscheiden zwischen: „Ich kann das nicht, ich bin zu klein“ und „Ich kann das SO nicht, woran könnte es sonst noch liegen und was könnte ich anderes probieren?“
Weg von aufgeben & Ich kann das nicht, hin zur Frage
WIE kann ich.

Und da kommen wir zum zweiten Punkt:

2) Werde kreativ!

Es gibt (fast) IMMER verschiedene Wege eine Stelle zu klettern!

Nachdem du ja jetzt aufgehört hast dir einzureden, dass du etwas nicht kannst weil du klein bist und weißt, dass vielleicht nur die Lösung SO wie andere sie klettern fĂŒr dich nicht funktioniert, ist jetzt der Zeitpunkt dir etwas anderes einfallen zu lassen.
Beim Klettern geht es auch um KreativitÀt! Besonders beim Klettern am Fels. Es geht darum dir das zu Nutze zu machen, was der Fels her gibt. Nicht das, was der/die Kletterpartner/in genommen hat.
Probiere andere Tritte, Zwischengriffe, andere Körperpositionen. Fang an zu spielen!

Auch hier kannst du extrem viel gewinnen, wenn du deine Einstellung zu den Dingen Ă€nderst. Wenn du in diese Situation kommst hast du A) die Möglichkeit frustriert zu sein, weil die Großen es wieder leichter haben oder B) zu entscheiden, dass du jetzt genießt deine ganz eigene kreative Lösung zu finden und Spaß an der Sache zu haben.
Das positive an der Sache, dass du deine eigene Lösung finden musst ist, dass du dein Bewegungsrepertoire extrem erweiterst. Und das wird dir auch in anderen Touren zu Gute kommen.
Andere Lösungen auszutĂŒfteln macht dich nicht nur fĂŒr diese eine Stelle kreativer, sondern das merkt sich dein Gehirn.
Und schwupp findest du auch in anderen Touren Lösungen, die leichter sind, oder Raststellen auf die ein grĂ¶ĂŸerer nichtmal kommen wĂŒrde
. Oder in die er niemals reinpassen wĂŒrde

Je grĂ¶ĂŸer dein Bewegungsrepertoire, umso mehr Möglichkeiten 😉

3) Werd stĂ€rker…kleine Frau beim Klettern eines Boulders

Toller Tipp? Aber ja, im Endeffekt geht es darum.

Ich geb dir ein Beispiel
 Ich hab in der Halle beobachtet, wie ein Mann und eine Frau zusammen am Bouldern waren (Er war ein StĂŒck grĂ¶ĂŸer als sie).
Sie hat einen Zug mehrfach probiert und ihn nicht hinbekommen, hat ihn nochmal gefragt wie er das genau gemacht hat und er hat es ihr nochmal vorgemacht

Dann hat sie den Zug nochmal probiert, ihn nicht geschafft, ist runtergefallen und hat gesagt sie kann das so nicht machen, sie ist dafĂŒr zu klein.
Damit war das Thema vorbei, er wusste auch nicht recht was er dazu sagen soll, denn er hat ja gesehen, dass sie nicht an den Griff kommt und sie haben sich einem anderen Boulder gewidmet.
Was sie nicht gesehen haben ist, dass SIE bei dem Zug die HĂŒfte nicht ganz an der Wand hatte und auch die Beine nicht wirklich durchgestreckt hatte. Im Endeffekt hat ihr nicht die LĂ€nge gefehlt, denn wenn sie ihre LĂ€nge wirklich genutzt hĂ€tte, wĂ€re sie an den Griff gekommen. Was ihr aber gefehlt hat um den Zug auszufĂŒhren war schlichtweg die Körperspannung um ihren Körper in der richtigen Position zu halten um weiter zu greifen und um ihre Reichweite besser ausspielen zu können.

Aber sich bewusst zu machen, dass man da eine SchwĂ€che hat ist fĂŒrs Ego eben schwieriger, als das „Versagen“ auf die GrĂ¶ĂŸe zu schieben, die man nicht Ă€ndern kann.

Ich will nicht, dass das böse klingt. Und ja, ich hab das am Anfang auch manchmal gesagt
 dass ich das nicht kann, weil ich zu klein bin
 Und auch heute kommt ab und an noch Frust auf, wenn ich sehe wie mein Freund einfach irgendwo hoch greift, wo ich ums verrecken nicht ran komme…
Aber – wie gesagt – das zĂ€hlt nicht.

Teste: Bist du fĂŒr den KletterZug wirklich zu klein?

Ob du einen Zug prinzipiell erreichen kannst, kannst du (beim Klettern) testen, indem du einfach mal im Toprope probierst ĂŒberhaupt in die Position zwischen den Griffen & Triffen zu kommen.
Das heißt dein Gewicht wird vom Seil/deine Sicherungspartner ĂŒbernommen und deine Aufgabe besteht darin einfach mal zu probieren dich zwischen Griffe und Tritte zu begeben. Wenn du mit den HĂ€nden an den Griff und gleichzeitig mit den FĂŒĂŸen an den/die Tritt(e) kommst, dann passt du prinzipiell in die Position. Dann ist der Zug prinzipiell fĂŒr deine KörpergrĂ¶ĂŸe möglich. Punkt.

Wenn du ihn dann nicht ausfĂŒhren, oder nicht halten kannst dann liegt das daran, dass dir irgendetwas fehlt. Sei es Körperspannung, Beckenimpuls, Schulterkraft, Fingerkraft, Blockierkraft, die richtige Körperposition, Technik oder sonstwas.

Das heißt, was du meiner Meinung nach tun kannst um als kleine Person stĂ€rker zu werden ist exakt das gleiche was auch jede andere Person tun kann um stĂ€rker zu klettern.
Trainiere, beziehungsweise klettere mehr und werde stÀrker/besser.

Hier ein paar GrundsÀtze zum Klettern wenn du kleiner bist:

1) FĂŒĂŸe hoch!

Je kleiner du bist, umso mehr musst du an deiner Tritttechnik arbeite. Denn oft erreichst du von dem guten Tritt den nĂ€chsten guten Griff noch nicht. Also Schau, dass du deine FĂŒĂŸe weiter hoch bringst. Das heißt auch oft auf schlechteren Tritten zu stehen und erfordert entsprechend Trittechnik.

2) Nutz Zwischengriffe

FĂŒhlen sich oft frustrierend klein an, können aber helfen um die ĂŒĂŸe umzulazieren, oder den Körper etwas mehr in Position fĂŒr den eigentlichen Zug zu bringen. Um kleine Griffe halten zu können ist natĂŒrlich Fingerkraft gefragt… aber da du solche Griffe als kleinerer Kletterer eh öfter halten musst wirst du auch schnell Fingerkraft aufbauen 😉

3) Arbeite an deiner Körperspannung

Wenn du deine volle LĂ€nge ausspielen willst – und das musst du gezwungener Maßen recht hĂ€ufig wenn du klein bist – dann brauchst du eine gute Körperspannung. Deshalb ist das ein wichtiger Punkt an dem du arbeiten kannst!

4) Dynamik nutzen

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😉 Vielleicht nicht so… aber manche ZĂŒge sind einfach leichter mit einer gewissen Dynamik. Gerade, wenn der Zug recht weit ist, kann es dir sehr helfen den Zug nicht statisch, sondern dynamisch auszufĂŒhren.
Nutz deine HĂŒfte, versuche mehr mit Beckenimpuls zu arbeiten, trau dich an ZĂŒge ran, bei denen dir die FĂŒĂŸr kommen und gib Vollgas.
Wichtig: dynamische Zge erfordern noch stabilerer Schultern, damit man sich nicht verletzte… also kĂŒmmer dich gut um deine SchulterstabilitĂ€t und probier bei den ZĂŒgen nicht zusammen zu sacken und in die Schulter „reinzurasseln“. Das fĂŒhrt schnell zu Verletzungen.

Dynamische ZĂŒge brauchen allerdings genauso Mut, Entschlossenheit und Biss. Aber diese dreie Dinge sind sowieso wahnsinnig essentiell um besser zu klettern, also ein perfekter Lernboden 😉

Du kannst deine KörpergrĂ¶ĂŸe nicht Ă€ndern!

Es hilft nichts sich ĂŒber Dinge zu beschweren, die wir nicht Ă€ndern können, ganz gleich welche das sind. Und deine KörpergrĂ¶ĂŸe ist definitiv eine davon.
DafĂŒr hast du sooooooo viele andere Stellschrauben, an denen du drehen kannst um besser zu klettern.
Fußtechnik, Bewegungsrepertoire, Arbeit mit dem Körperschwerpunkt, generell Klettertechniken, FlexibilitĂ€t, Mindset, mentale StĂ€rke, dein Selbstbild, Fingerkraft, Ausdauer, Körperspannung, Maximalkraft, um nur einige zu nennen.

Wie in anderen Lebensbereichen passt auch hier so wunderbar der erste Teil des Gelassenheitsgebets:

God, grant me the serenity to accept the things I cannot change,
 Courage to change the things I can,
 And wisdom to know the difference.

(Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht Àndern kann,
 den Mut, Dinge zu Àndern, die ich Àndern kann,
 und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.)

 

Mach das Beste draus!

Deine Aletta

Aletta Portrait draußen

 

 

 

 

 

 

Bildcredit:
Fionn Claydon
Velvation Visuals

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2 Comments

  • Viktoria

    Reply Reply Juni 11, 2021

    Hi, super Gedanken. Ich stimme dir völlig zu. Je nach Route hat man als kleine mal Vorteile, mal Nachteile…
    Eine Lösung findet sich aber meistens, zumindest am echten Fels.;)
    Nervig ist manchmal nur das Clippen, aber dafĂŒr hab ich meine Panik-Exe.

    • Aletta

      Reply Reply Juni 11, 2021

      Danke fĂŒr dein Feedback Viktoria. Ja 😉 man muss nur kreativ sein, dann findet sich meist was. Cool, dass du die Panikexe ansprichst. Ist echt eine super Erfindung fĂŒr Haken, die schlecht einzuhĂ€ngen sind. Vielleicht sollte ich mir doch mal eine zulegen 😉

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