Der wichtigste Schritt um eine glückliche Beziehung zu führen

So viele Menschen führen keine glückliche Partnerschaft, obwohl sie sich zutiefst danach sehnen.
Schaut man etwas genauer hin beobachte ich häufig ähnliche Thematiken im Umgang miteinander… Erwartungen… Bewertungen… Vorwürfe…Streit…Anschuldigungen…sich dem anderen verschließen.

Die grundlegendste Gemeinsamkeit in vielen dieser Probleme und Muster, bzw woraus sie entstehen, und damit auch für mich der allererste, wichtigste Schritt an denen ich mit Paaren im Coaching arbeite – darum soll es in diesem Blogartikel gehen.

Der meiner Meinung nach erste und wichtigste Bestandteil zu einer glücklichen, wertschätzenden Beziehung auf Augenhöhe klingt so banal und ist gleichzeitig mit der einflussreichste:

 

Deine eigene innere Haltung!

Nein, nicht deine Körperhaltung 😉 Deine innere Haltung/Einstellung dir, deiner Beziehung und deinem Partner (und im Übrigen auch allen anderen Menschen) gegenüber.

Nun ist es leider so, dass ein großer Teil der Bevölkerung wenn sie in Konflikte mit anderen geraten (sei es im Straßenverkehr, der Familie, der Partnerschaft… im Alltag) erstmal dem anderen Böswilligkeit, Unfähigkeit, Dummheit, Unreflektiertheit und was sonst noch an negativen Eigenschaften unterstellen.

Was ist denn das eigentlich für eine Grundeinstellung unserer Bevölkerung, die erst einmal vom Schlechten im Menschen ausgeht? Ich will das definitiv nicht pauschalisieren, es findet eine Entwicklung statt und es gibt viele Menschen, die da vollkommen anders ticken. Nur nach meiner Beobachtung ist das bisher die Minderheit.

Und in unsere Partnerschaften tragen wir diese Haltungen genauso rein.

Deshalb meine Frage an dich:

Was denkst du insgeheim von deinem Partner? Ertappst du dich dabei, wenn er deine Bedürfnisse nicht erfüllt, dich verletzt oder enttäuscht, dass du ihm die Schuld gibst? Denkst du manchmal sogar dein Partner tut dies aus Boshaftigkeit oder mit Absicht?

Fühlst du dich eigentlich, wenn du ehrlich zu dir bist, im Recht und erwartest insgeheim oder auch offen kommuniziert, dass dein Partner sich deinen Erwartungen/Vorstellungen beugt oder anpasst?

Wenn ich diese Fragen ehrlich beantworte, so war meine eigene Haltung in früheren Beziehungen definitv so. Ich habe zwar sehr viel gesprochen und versucht Lösungen zu finden, bin innerlich aber davon ausgegangen, dass meine Vorstellungen von Beziehung und wie man sich verhalten sollte „richtig“ ist und habe sie entsprechend über die Vorstellung des anderen gestellt.

Alle unsere Streitereien entstehen daraus, daß einer dem anderen seine Meinung aufzwingen will. (Mahatma Gandhi)

Ich weiß, welche negativen Gefühle so eine Einstellung mit sich bringt. Glaub mir, sie führt zu nichts Gutem.
Eins der größten Geschenke, das mir mein Expartner gemacht hat war, dass ich wusste, dass er ein absolut herzensguter Mensch ist und niemandem etwas Böses will. Dieses Wissen um seine Persönlichkeit hat mir ermöglicht meine Haltung zu ändern.

Wir hatten viele Punkte an denen wir anders tickten…anders kommunizierten. Durch seine Art war es mir möglich zu verstehen, dass, egal wie sehr mich ein Verhalten verletzt hat, keine böse Absicht dahinter steckt.

Oft schreiben Partner einander “böse Eigenschaften” zu, einfach aus dem Grund, dass wir sie einander nicht verstehen, von sich selbst ausgehen und denken: „wenn ich so etwas tun würde, dann nur weil ich dem anderen eine reinwürgen will“. Oder weil sie so verletzt sind, dass sie garnicht anders können, als den anderen zu verurteilen dafür, was er/sie uns „schon wieder angetan“ hat.

 

Und aus dieser Haltung gilt es auszusteigen!

Man bringt sich damit selbst in die Opferrolle, macht sich&seine Gefühlswelt abhängig und gibt die eigene Verantwortung sich mit seinen Gefühlen auseinander zu setzen an jemand anderes ab.

Sicher verletzt auch du deinen Partner ab und zu… trittst ihm/ihr auf den Schlipps oder machst ihn wütend. Schau einmal wie oft das aus Böswilligkeit passiert. Vielleicht passiert dies wirklich ab und zu. Aus genau dem oben genannten Grund. Du hast das Gefühl dein Partner hat dich absichtlich verletzt und willst dich „rächen“. Und irgendwie ist das menschlich… aber wenn wir mal ehrlich sind – mit respektvollem Umgang und einer wertschätzenden Beziehung hat das herzlich wenig zu tun.

Verletzungen sind meist nicht absichtlich

Nun schau einmal auf die anderen Situationen, wo du vielleicht deinen Partner einfach unbewusst verletzt. Steckte da eine böse Absicht dahinter? NEIN. Wir wissen es einfach nicht besser. Wir handeln in Situationen nach bestimmten Strategien, die wir im Laufe der Jahre entwickelt haben um bestimmte Situationen zu meistern. Seien es Verhaltensweisen, Kommunikationsmuster oder, oder…. Jeder hat im Laufe des Lebens etwas vollkommen anderes gelernt. Jeder kommt aus einer anderen Familie, hatte andere Beziehungen, mit anderen Menschen zu tun und andere Situationen zu bewältigen.
Aus diesen Situationen und Erfahrungen entwickelt jeder entsprechend Strategien mit anderen Menschen umzugehen.
Wenn ein Elternteil eher aufbrausend und schnell wütend wurde hat das Kind vielleicht gelernt, sich sobald es lauter wird, zurück zu ziehen.
Wenn die Eltern tagelang nicht miteinander sprachen bei einem Streit, mag das Kind die Strategie entwickelt haben Dinge schnellstmögich besprechen zu wollen oder ist vielleicht besonders gut im vermitteln geworden…um nur mal 2 Beispiele zu nennen.
Jeder lernt ein anderes Verhalten mit dem er/sie damals gut zurecht kam. Und diese Verhalten treffen in den Partnerschaften und in anderen engen Beziehungen aufeinander.

Wir verhalten uns, wie wir gelernt haben mit Situationen zurecht zu kommen

Man greift also bei ähnlichen Situationen auf den “alt bewährten” Erfahrungsschatz zurück. Auch wenn der für die aktuelle Situation vielleicht nicht mehr ideal ist.

Wir verhalten uns einfach bestmöglich so, wie wir es gelernt haben mit solchen Situationen/Gefühlen umzugehen. Die wenigsten Menschen wollen dem anderen Leid zufügen. Sie nutzen nur ihr Repertoire an Lösungen.
Was genau unser Verhalten beim Anderen auslöst hängt dann wiederum mit seinen eigenen Erfahrungen und Mustern zusammen.

Wenn du es schaffst den Schritt zu gehen von: „Er/Sie verletzt mich schon wieder“ zu: “Vielleicht weiß er/sie es einfach nicht besser, weil er es nicht anders gelernt hat” eröffnest du dir und euch vollkommen neue Möglichkeiten.

Zudem kommen noch unsere eigenen Gefühle. Niemand im außen ist an diesen Gefühlen Schuld. Gefühle gehören immer der Person die sie fühlt und genau diese Person darf die Verantwortung für die eigenen Gefühle übernehmen, sie anschauen und darüber kommunizieren!
Wenn man natürlich denkt, dass der andere einem absichtlich Leid zufügt und eh weiß was er in einem auslöst, warum sollte man sich da noch öffnen und ihm die Genugtuung geben, zu zeigen wie verletzt man gerade ist. Wenn du aber den Schritt raus aus dieser Annahme schaffst dann ermöglicht dies wieder vollkommen neuen Kontakt. Du kannst deinem Partner mitteilen, was sein Verhalten in dir auslöst und weshalb das so ist. Und du kannst hinterfragen ob dies ihm bewusst ist, seine Absicht war und auch einmal „wieso“ er sich so verhält/ woher er dieses Verhalten kennt… hat das wirklich mit dir zu tun?

Das Beste was du für dich tun kannst um wirklich eine erfüllende Beziehung zu führen ist eine neue Haltung einzunehmen a la:

“Jeder tut zu Jedem Zeitpunkt sein Bestmögliches mit den Mitteln, die er/sie bisher hat.”

 

 

 

Hör auf damit andere zu bewerten/verurteilen und davon auszugehen, dass der andere so tickt wie du und akzeptiere, dass es keine perfekte Beziehung, keinen perfekten Menschen gibt und JEDER ANDERS ist und es einfach darum geht einander zu verstehen.

 

Und bitte stell dir einmal eine Welt vor, in der diese Haltung absolut verankert ist.
Was würde sich da im Miteinander alles ändern?…

 

In diesem Sinne:

Sei ehrlich zu dir, hinterfrag deine Haltung und schau einmal ob dies genau deine Grundhaltung anderen Menschen gegenüber sein soll.

 

 

Und wenn du merkst, dass du oder ihr an dieser Einstellung schrauben dürft oder an einen Punkt kommt wo ihr nicht weiter kommt, dann kann es sein, dass da einfach noch ein tieferer Glaubenssatz hinter steckt der den Prozess boykottiert. Hier kann ein Coaching dich wirklich vorwärts bringen und dir helfen diese Limitierungen aufzulösen.
Wenn du dir dafür Unterstützung wünschst buch dir einfach einen Telefontermin und wir finden gemeinsam heraus wie und ob ich dich unterstützen kann.

 

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Aletta Bunge

Coach für Beziehung und Kommunikation
Klettertrainerin